An die Rechtsexperten: Umtausch
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- Registriert:Mo 26. Jun 2000, 00:00 [phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1275: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable
Es gibt oder gab auf Ebay einen Möbelhändler der auch genauso geworben hat : Lassen Sie sich im Fachhandel beraten und bestellen Sie dann bei uns. Davon wurde auch Gebrauch gemacht, z.B. bei mir. Wie ich dann mal feststellen musste, nach deutlichem Nachbohren beim Kunden. Wobei ich da "gewonnen" hatte indem ich den Preis unterbot. Das ist schon ziemlich frech, sowas auch noch zu raten, sich im Fachhandel zu informieren. Aber ob das bei den Kunden so gut ankommt, solche Ratschläge. Na ja, bei vielen setzt ja wohl der Verstand für das schlechte Gewissen aus wenn es um die eigene Brieftasche geht.GrüßeTom
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Hallo Leute, eine Naht kann immer mal aufgehen oder? Und schon kann mal alles zurückgeben.Christoph
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Hallo Rainer,was dir passiert ist, war kaufmännisch zwar ungeschickt, rechtlich aber völlig in Ordnung. Ein Anspruch auf Wandlung des Kaufvertrags (Umtausch) besteht nur bei Vorliegen eines Sachmangels, so zum Beispiel wenn die Jacke ein Loch hat. Deine Fehlvorstellung, die Jacke würde deiner Freundin passen, ist ein rechtlich unbeachtlicher Motivirttum, der zur Wandlung nicht berechtigt.
- oldsbastel
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Zitat:Original erstellt von RA-Wilke am/um 05.01.09 16:47:31... Motivirttum, ....Der Begriff ist ja geil! Ist der Begriff definiert und wenn ja, wie lautet denn dafür die Definition?
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Na klar: Ein Motivirrtum liegt immer dann vor, wenn sich der Erklärende über seine Beweggründe, die ihn zu einer bestimmten Willenserklärung veranlassen, irrt. So wie hier Rainer glaubte, die Jacke würde seiner Freundin schon passen. Der klassische Motivirrtum ist aber der Irrtum über den Wert eines Gegenstands: Wer auf der Veterama für 5 Euro ein Ersatzteil kauft, weil er glaubt, es sei extrem selten und sofort für 50 Euro weiterzuverkaufen, kann es nicht mit der Begründung zurückgeben, es sei ja wirklich nur 5 Euro wert. Ist für normal denkende Menschen selbstverständlich, für Juristen hingegen nicht.